Jürgen  Beineke
 

Homepage eines zornigen Bürgers










Blog

 Established: 15. April 2018


Mithilfe dieses Blogs werde ich

mich in das politische Tagesgeschehen einmischen und

u. a. meine Post an exponierte Politiker und Medienmitarbeiter, auch Repräsentanten des öffentlichen Lebens, denen ich nach entsprechender Agitation durch sie Protestbriefe mit handfester Begründung zugesandt habe, veröffentlichen.

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2020-11-06

»Die Medien« und ihr Griff ins Klo

Exemplarisch dargestellt an der Trump-Berichterstattung. Fest steht: Es wird mehr als knapp. Zu knapp, um eine Präsidentschaft zu legitimieren?

US-Präsident Donald Trump will den Obersten Gerichtshof einschalten, um die Integrität der Wahlabläufe zu gewährleisten, um sicherzustellen, dass es “keine zusätzlichen Wahlurnen” gibt. Wir wollen nicht, dass sie irgendwelche Wahlurnen um vier Uhr morgens finden”. – Das ist angesichts knapper Mehrheiten zum Teil im Nachkommabereich legitim, das hat es anderswo auch schon gegeben.

Beispiel Georgia: Donald Trump 49,31 Prozent | Joe Biden 49,45 Prozent.

[Bei diesem Beitrag handelt es sich um mein Blog aus der Freitag-Community]

»Nur wenige sahen kommen, wie knapp die US-Wahl ausgehen würde. Aber niemand kann behaupten, man sei nicht gewarnt gewesen. Insgesamt ähnelt die Wahl 2020 verblüffend der vor vier Jahren, die so viele überraschte. Die Überzeugung, 2020 werde sich deutlich von 2016 unterscheiden, basierte offenbar auf dem menschlichen, aber törichten Impuls, dass Hoffnung über Erfahrung triumphieren würde.«

Ich erlaube mir, meine Gegendarstellung zu präsentieren:

Jawohl: Ein Ergebnis der Wahl könnte sein, dass Biden die Mehrheit der Stimmen in den USA bekommen hat. Noch aber ist offen, ob auch die Mehrheit der Wahlleute. Eins ist aber jetzt schon klar, es ist das Waterloo der seriösen Meinungsforschung. Die Verfahren, zu einer realistischen Wahlvoraussage zu kommen, sind so gut entwickelt, dass größere Fehlprognosen nur noch mit unwissenschaftlicher Voreingenommenheit zu erklären sind. (In Anlehnung an w.endemann)

Am Anfang einer jeden menschlichen Handlung steht bekanntlich der emotional/affektive Impuls, dem sich alles unterzuordnen hat und der hieß bezogen auf Donald Trump seit dessen Kandidatur als politischer Newcomer: DER MUSS WEG! KOSTE ES, WAS ES WOLLE. Darüber ist seriöser Journalismus zugunsten eines Kampagnen-Journalismus zugrunde gegangen: Dreckkübel statt Argumente, Verleumdung statt Beweise. Selbst SPIEGEL.de, SZ.de und ZEIT.de sind zur Yello Press verkommen, bedienen inzwischen den Boulevard.

Das Clinton/Obama-Establishment, mit dem man symbiotisch verbunden ist, fühlte/fühlt sich bedroht. – DAS IST DER WIRKLICHE TRUMP-EFFEKT.

Donald Trump ist politischer Newcomer und während »die Medien«(des Clinton/Obama-Establishments) jeden Dreck seiner Vorgänger mit Chorgesang bis in die dreckigsten Kriege hinein promoteten, hat sich eben genau dieses Clinton/Obama-Establishment verabredet, nunmehr kübelweise Dreck über Herrn Trump zu kippen – und das haben sie jeden Tag getan, in einer Art und Weise, die man nur als pathologische Besessenheit bezeichnen kann. Sie sind hierfür regelrecht in einen Wettstreit eingetreten. Sie haben ihm Skandale nachgesagt, eine Russland- und eine Ukraineaffäre angedichtet, nie Beweise vorgelegt und darüber Rufmord versucht, für ein Impeachment-Verfahren getrickst und gelogen, was das Zeug hält – und sind jetzt kläglich gescheitert. Und so sind auch die aktuellen Wahlvoraussagen der seriösen Meinungsforschung das Ergebnis eines völlig pathologisierten Kontextes. Der Wunsch war auch hier der Vater des Gedankens – und nichts anderes.

Dabei waren es auch genau diese Medien, die ihm den Weg bereitet haben, indem sie die rücksichtslose neoliberale Politik seiner Vorgänger propagandistisch begleiteten.

Und ja – es stimmt: »Ein zu großer Teil der Berichterstattung nahm Trump und seine Wähler*innen nicht ernst genug. Die tiefsitzende Unzufriedenheit darüber, zurückgelassen, übergangen, ignoriert oder als bedauernswert abgetan zu werden, war die ganze Zeit über da, immer noch tief und immer noch prägend. Trump ging darauf ein, Biden wenig, wenn auch immerhin mehr als Hillary Clinton.«

O-Ton Trump: »Zu lange hat eine kleine Gruppe hier, in der Hauptstadt unseres Landes, die Früchte eingefahren, während die Menschen da draußen dafür bezahlt haben. Washington ging es gut, aber die Menschen konnten an diesem Wohlstand nicht teilhaben; den Politikern ging es gut, aber die Arbeitsplätze wanderten ab und die Fabriken wurden geschlossen. Das Establishment hat sich nur selbst geschützt, aber nicht die Bürger unseres Landes. Ihre Siege waren nicht die Siege des Volkes, ihre Siege waren nicht eure Siege. Während sie hier gefeiert haben, in der Hauptstadt eures Landes, gab es für ganz viele Familien da draußen im ganzen Land wenig zu feiern. Das alles ändert sich gerade hier und jetzt.«

Aber es war die ARROGANZ der Medien, diesen Mann nicht ernst zu nehmen. Es waren ihre Omnipotenz-Gelüste: Wir, die (eingebildete) vierte Gewalt, die in Wirklichkeit die Polizei der monetären Machthaber ist, zeigen, wo es lang zu gehen hat.

Ja – es stimmt, „den Politikern ging es gut, aber die Arbeitsplätze wanderten ab, und die Fabriken wurden geschlossen. Das Establishment hat sich nur selbst geschützt, aber nicht die Bürger unseres Landes.“

Und es ist nicht so, als sei das nur in den USA passiert. – Den Rust Belt gibt es nicht nur in den USA.

Auch NOKIA verließ schließlich den Standort Bochum zu Gunsten des produktionstechnisch viel billigeren Rumänien. Und wenn die Unternehmen ihre Betriebe schon nicht á la Nokia von Bochum in das Billiglohnland Rumänien verlegen können, sollen doch wenigstens deren Billigst-Arbeitskräfte (auch deren Äquivalente aus anderen Nationen) nach Deutschland kommen.

Für seine Diagnose und das daraus folgende politische Handeln, mehr inneramerikanische Arbeitsplätze zu schaffen, muss sich Donald Trump als Rechtspopulist beschimpfen lassen.

Ich bin sicher, dass auch mir hier ähnliches passieren wird. – Es wäre nicht das erste Mal.

Niemand möge mir sagen: Nur wenige sahen kommen, wie knapp die US-Wahl ausgehen würde.

Ich jedenfalls behaupte, es war genau anders herum: Das penetrante Ignorieren der politischen Realität des Herrn Trump war/ist Teil des Battlefield, das die Medien gemeinsam mit Herrn Trump unterhalten haben. Schließlich handelt es sich um ein Interaktionsgeschehen zwischen offensichtlich verrohten Parteien.

Der verdammte Hochmut der Medienmitarbeiter, dass noch immer sie es sind, die den Lesern/Zuhörern/Zuschauern die Welt erklären und nicht umgekehrt, hat den USA und der Welt diese grandiose mediale und wissenschaftliche Fehlleistung beschert.

Aber Sie erklären uns schon wieder, dass sie selbst keine Schuld trifft:

»Die Meldungen und die Zahlen der Grafiken auf SPIEGEL.de stimmen nicht zu jedem Zeitpunkt überein und weichen mitunter von denen anderer Medien ab. Hier erklären wir, warum das so ist.« Es liegen »verschiedene Modelle zugrunde.« SPIEGEL.de-Aufmacher: »Warum die Zahlen, Grafiken und Meldungen manchmal widersprüchlich wirken.« Mit anderen Worten: Sie wirken nur so, ihr doofen Leser, sie sind es nicht.

Und auch SZ.de wissen – im Nachhinein: Warum sich die Demoskopen wieder geirrt haben.

                    Update per 07.11.2020, 14:03 Uhr

Donald Trump: Neuauszählung gewonnen

Der Irakkrieg-Voter Joseph Robinette „Joe“ Biden, Jr. war während der Amtszeit von US-Präsident und Warlord Barack Obama, dem Vorgänger Trumps, zwischen 2009 und 2017 Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die vereinigten Kampagne-Medien, die inzwischen den Kriegs-Falken Biden als President-elect feiern, hetzen derweil weiter gegen Donald Trump, sprechen gar vom „Staatsstreich mit Ansage“, weil dieser Rechtsmittel wegen evtl. ergebnisrelevanter Wahlunregelmäßigkeiten angekündigt hat. – Ein ganz normaler Vorgang, den die Kampagnen-Medien skandalöser Weise skandalisieren.

Vorläufige Ergebnisse in Antrim County zeigten einen entscheidenden Sieg für den Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten Joe Biden. Dieser erhielt nach diesen Ergebnissen mehr als 3.000 Stimmen. US-Präsident Donald Trump hatte im Jahr 2016 diesen Bezirk mit 4.000 Stimmen noch für sich beanspruchen können.

Lokale Wahlleute entschieden sich für eine teilweise Neuauszählung per Hand. Diese zeigte, dass der US-Präsident mit 2.500 Stimmen vorne lag. Bei einer Pressekonferenz der Vorsitzenden der Republikanischen Partei Michigans, Laura Cox, erwähnte diese eine “Panne” durch den Einsatz von Wahlsoftware in 47 Bezirken:

»Der Bezirk Antrim musste alle Stimmzettel von Hand auszählen, und diese Bezirke, die diese Software verwenden, müssen ihre Ergebnisse genau auf ähnliche Diskrepanzen hin untersuchen.«

Das Trump-Camp hat angekündigt, in mehreren Staaten mit knappem Ergebnis eine Nachzählung zu beantragen. Das ist legitim und legal. Die Staaten haben aber unterschiedliche Regeln. In Michigan ist es nur erlaubt, wenn es weniger als 2000 Stimmen Unterschied gibt.

2020-10-07 - Statement from President Donald J. Trump.png

Antrim ist jedoch nicht der einzige Bezirk in Michigan, der von Auszählungsproblemen berichtet. Im Bezirk Oakland wurde der Sieg durch einen Computerfehler irrtümlich einem Kandidaten der Demokraten für das Amt als Kommissionsmitglied übergeben. Der republikanische Amtsinhaber wurde am Freitag zum Sieger erklärt. Einige Staatsbeamte und Wähler äußerten die Befürchtung, dass die fehlerhaften Auszählungen auch anderswo in Michigan aufgetreten sein könnten.

                    Update per Samstag, 07.11.2020, 17.27 Uhr

Es ist Samstag, 07.11.2020, 17.27 Uhr, und ich entnehme SPIEGEL.de: »Dank Mehrheit in Pennsylvania Joe Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl.«

Da sind 99 Prozent der Stimmen in Pennsylvania ausgezählt!

Der Vorsprung Bidens liegt in diesem Moment bei 0,5 Prozent bzw. bei 34.458 Wählerinnen- und Wählerstimmen.

Die Prozent-Zahlen: Donald Trump 49,2 Prozent | Joe Biden 49,7 Prozent. In Wählerinnen- und Wählerstimmen: Donald Trump 3.311.448 | Joe Biden 3.345.906

In Pennsylvania könnten beide Kandidaten eine Neuauszählung beantragen, sobald ein bestätigtes Ergebnis mit einem Abstand von höchstens 0,5 Prozent der Stimmen vorliegt. Bei einer Neuauszählung muss jede Stimme neu eingescannt werden, was bis Ende November dauern könnte.

Das Trump-Camp hat bereits angekündigt, in mehreren Staaten mit knappem Ergebnis eine Nachzählung zu beantragen. Das ist legitim und legal. Die Staaten haben aber unterschiedliche Regeln.
In Nevada etwa hat der Verlierer grundsätzlich das Recht dazu. In Michigan ist es nur erlaubt, wenn es weniger als 2000 Stimmen Unterschied gibt. Pennsylvania wiederum ist gesetzlich verpflichtet, wenn der Vorsprung des Siegers nicht mehr als 0,5 Prozentpunkte beträgt. In Wisconsin hat der Unterlegene nach Bekanntgabe des offiziellen Endergebnisses fünf Tage Zeit dafür.

Das bundesweite Endergebnis könnte sich so bis Ende November verzögern.

[Bei diesem Beitrag handelt es sich um mein Blog aus der Freitag-Community]

Admin - 17:40:57 @

 

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